AKTUELLES AUS JERUSALEM

Nachrichten- und Gebetsbrief von Vision für Israel und dem Joseph-Lagerhaus

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Freitag, 3. Februar 2012

„Von Gottes Güte kommt es, dass wir noch leben. Sein Erbarmen ist noch nicht zu Ende, Liebe ist jeden Morgen neu und seine Treue unfassbar groß.“ – Klagelieder 3,22 (GNB)

TÜRKEI FÄNGT MATERIAL FÜR RAKETEN UND CHEMISCHE WAFFEN AUF IRANISCHEN LKWS AB – Türkische Beamte entdeckten, wie am vorletzten Freitag berichtet wurde, Material für die Herstellung von Raketen und chemischen Waffen auf vier iranischen Lkws, die in die Türkei wollten. Die Lkws waren angehalten worden, weil man vermutete, auf ihnen würde militärisches Gerät vom Iran aus nach Syrien gebracht. Auf einem der LKWs waren 6 Meter lange Zylinder, auf den anderen drei befanden sich 66 Tonnen Natriumsulfat, mit dem chemische Waffen hergestellt werden können. Dies ist nicht die 1. iranische Lieferung von Waffenmaterial, die die türkischen Behörden abgefangen haben. Letztes Jahr wurden im März und August leichte Waffen in aus dem Iran kommenden Flugzeugen gefunden, im September ließ die Türkei ein Schiff aus dem Iran seine Güter nicht nach Syrien liefern, gab allerdings auch nicht bekannt, was sich an Bord befand. (Haaretz)

UMFRAGE: REKORDVERDÄCHTIG VIELE ISRAELISCHE JUDEN GLAUBEN AN GOTT – 80 % aller Israelis glauben, dass Gott existiert. Das ist der höchste Prozentsatz, seit man mit der Guttman-Avi Chai-Umfrage zum israelisch-jüdischen Glauben vor zwanzig Jahren begann. Die neueste Umfrage ergab auch, dass 70 % der Befragten glauben, dass die Juden das auserwählte Volk sind, 65 % glauben, dass Gott die Thora und die Mitzvot (die religiösen Befehle) gegeben hat und 56 % glauben an ein Leben nach dem Tod. Das heißt allerdings nicht, dass Juden allgemein religiöser werden, zumindest nicht im orthodox-jüdischen Sinne. Nur 37 % der israelischen Juden hatten ein Problem damit, dass andere Juden sich nicht an die biblischen Gebote halten und 70 % sagten, sie wollten, dass am Schabbat mehr Veranstaltungsorte für Unterhaltungszwecke geöffnet haben. Diese Zahlen passen übrigens zu anderen Statistiken, wonach Israelis immer mehr Hunger nach einem geistlichen Leben haben. (Haaretz, Israel Today)  Lass über mich kommen Deine Gnaden, HERR, dein Heil nach Deiner Zusage.“ - Psalm 119,41

MARINE VERWANDELT SCHIFF IN SCHWIMMENDE KOMMANDOZENTRALE IM NAHEN OSTEN – Die US-amerikanische Marine arbeitet daran, ein Mutterschiff für Sondereinsatztruppen in den Nahen Osten zu bringen. Die USS Ponce sollte im Dezember eigentlich still gelegt werden. Doch nun heißt es von offizieller Seite der Marine her, dass Schiff würde in eine Flottille umgebaut, die dann von Marine-SEALs benutzt werden soll. (SEALs steht für See, Luft und Bodenteams, die zur Marine gehören.) Dieser Schritt ist eine Reaktion auf eine Bitte der Befehlszentrale, die die militärischen Operationen in Übersee, in diesem Fall im Nahen Osten, koordinieren. Die Kommandotruppen werden sie für Hochgeschwindigkeitsschiffe und Helikopter einsetzen. Das Schiff kann man auch zu Minensuchzwecken einsetzen. Seeminen wären in der Straße von Hormus ein Problem, wenn der Iran seine Drohungen wahr macht und die Wasserstraße, die für den Transport von Erdöl von entscheidender Bedeutung ist, schließt. Der Iran ist nicht nur für Israel, sondern für die ganze Welt eine immer stärkere Bedrohung. Letzten Freitag sagte ein ranghoher religiöser Leiter, der Iran sei bereits eine Atommacht, nur sei dies den Amerikanern noch nicht bewusst. (Fox News)

ROMNEY: PALÄSTINENSER WOLLEN KEINE ZWEI-STAATEN-LÖSUNG, SONDERN ISRAEL ELIMINIEREN – Gouverneur Mitt Romney sagte am Donnerstag letzter Woche bei einer Debatte mit dem ehemaligen Sprecher des US-amerikanischen Repräsentantenhauses Newt Gingrich, dass die Palästinenser nicht an einer Zwei-Staaten-Lösung zur Lösung des arabisch-israelischen Konfliktes, sondern an der Eliminierung des Staates Israel interessiert seien. Er fügte hinzu: „Unabhängig von den politischen Reden, die die Fatah und die Hamas halten, glauben sie, dass das jüdische Volk kein Recht auf einen jüdischen Staat hat.“ Romney kritisierte Präsident Barack Obamas Politik: „Dieser Präsident ist vor die UNO getreten und hat Israel wegen der Siedlungen gegeißelt. Er sagte aber nichts über die Raketen aus dem Gaza-Streifen, die zu Tausenden über Israel niederprasseln.“ Romney warf der Regierung Obama vor, Israel vor den Bus zu stoßen; er spielte damit auf die Grenzen von 1967 an, die als Ausgangspunkt für Friedensverhandlungen gelten sollen. Newt Gingrich, der Romyens Aussagen kommentieren sollte, stellte sich hinter die kontroversen Ansichten seines Gegners. Gingrich bezeichnete die Palästinenser als „erfundenes Volk“. Er sagte, technisch gesehen sei diese Bezeichnung eine Erfindung der späten 1970-er Jahre, davor seien sie einfach „Araber“ gewesen. (Haaretz)  Bitte betet für die US-amerikanischen Wahlen in diesem Jahr. Natürlich ist die wirtschaftliche Lage für die Mehrheit der Wähler das Allerwichtigste. Bitte betet, dass das Interesse der Öffentlichkeit sich größer und breiter wird und Israel mit einschließt, ebenso wie Sicherheitsmaßnahmen zur Abwehr von Aggressionen durch islamistische Regime, insbesondere die wachsende atomare Gefahr im Iran - sowie humanitäre Fragen.

ESKALIERENDE GEWALT IN SYRIEN – Die Gewalt in Syrien ist in der letzten Woche stark eskaliert. Bei Unruhen sind an mehreren Tagen über 100 Personen getötet worden, als Assad-treue Kräfte auf Wohnhäuser schossen, in die Menge feuerten und blutende Menschen in den Straßen liegen ließen. Ein Großteil der Gewalt konzentrierte sich auf die Stadt Homs, wo am vergangenen Freitag heftiges Geschützfeuer zu hören war. Am Tag davor gab es dort viele konfessionsgebundene Entführungen und Tötungen zwischen Sunniten und Aleviten. Regimefreundliche Kräfte beschossen Wohnhäuser mit Mörsern und anderen Geschützen, wie Aktivisten berichteten, wobei ganze Familien ausgelöscht wurden. Am Freitag traf sich der UNO-Sicherheitsrat hinter verschlossenen Türen, um über die Krise zu sprechen, was einen Schritt in Richtung einer möglichen Resolution gegen das Regime in Damaskus darstellt, wie Diplomaten sagten. Mindestens 384 Kinder sind schon getötet und weitere 380 Kinder sind eingesperrt worden, seit die Unruhen in Syrien vor zehn Monaten begonnen haben. Aus der Türkei hieß es, dass die Anzahl von Syrern, die in der Türkei Asyl beantragen, in den letzten sechs Wochen gestiegen ist; täglich kommen 50 bis 60 Menschen an. In den Flüchtlingslagern leben inzwischen fast 9.600 Personen. Über 6.000 Syrer sind in den Libanon geflüchtet. Die UNO geht davon aus, dass Präsident Bashar Assads harte Vorgehensweise gegen die Demonstranten bisher schon über 5.500 Menschen das Leben gekostet hat. (INN, Ynet)

ISRAEL AUF PLATZ 2 DER WELT IM BEREICH BILDUNG – Israel ist das zweitbeste Land der Welt, was Bildung angeht. Dies geht aus einem Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der gerade veröffentlich wurde, hervor. Im Bericht für das Jahr 2011 heißt es unter der Überschrift „Bildung auf einen Blick“, dass 78 % der in die Bildung investierten Gelder in Israel direkt aus der öffentlichen Hand kommen und 45 % der israelischen Bevölkerung einen Universitäts- oder Hochschulabschluss hat. Die zehn Länder der Welt mit dem höchsten Bildungsstand sind Kanada, Israel, Japan, die USA, Neuseeland, Südkorea, Norwegen, GB, Australien und Finnland. (Haaretz)

NETANJAHU ZUR UNO: KEIN NEUER BAUSTOPP IN JUDÄA UND SAMARIA – Premierminister Benjamin Netanjahu hat UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon diesen Mittwoch klar und deutlich mitgeteilt, dass es in Judäa und Samaria keinen neuen Baustopp geben wird. Ban hatte Israel am selben Tag gebeten, alle Bautätigkeiten in den jüdischen Siedlungen in der Region einzufrieren; sie seien für den Friedensprozess „nicht hilfreich“. Netanjahu sagte dazu, Diskussionen über einen Baustop müssten im Kontext des Prozesses selbst geführt werden und dürften keine Vorbedingung darstellen. „Dieses Thema ist ein Teil der Verhandlungen“, so Netanjahu. Er hob hervor, die Siedlungen seien nicht der Knackpunkt des Konflikts, sondern vielmehr eins der Ergebnisse. Der Konflikt habe 50 Jahre vor den Siedlungen begonnen. (Arutz7)  Historisch gesehen ist es so, dass ein Baustopp keine unabdingbare Voraussetzung für die Lösung des israelisch-arabischen Konfliktes darstellt. Die Verhandlungen in Oslo im Jahr 1993, in Camp David in 2000 sowie in Annapolis 2077 fanden alle ohne einen Baustopp statt. Stattdessen führte der Rückzug aus der Siedlung in Gaza und aus vier Siedlungen im Norden des Westjordanlandes im August 2005 nur zu mehr Terroranschlägen. Seit 1993 hat Israel keine einzige neue „Siedlung“ errichtet. Die israelischen Siedlungen im Westjordanland manchen 1,1 % der Fläche dort aus.

US WILL STÄRKERE BOMBE FÜR DIE UNTERIRDISCHEN ANLAGEN IM IRAN – Das US-amerikanische Verteidigungsministeriums sucht nach einer schlagkräftigeren Bombe, nachdem das Pentagon zugeben musste, dass die größte Bombe der USA, der Massive Ordnance Penetrator (MOP), nicht in der Lage ist, die am stärksten befestigten unterirdischen Anlagen im Iran zu zerstören. Das Pentagon macht sich besonders Gedanken über sie Fähigkeit, Bunker zu zerstören, die im Inneren von Bergen errichtet sind, wie zum Beispiel in Fordow in der Nähe von Ghom, so ein offizieller Vertreter der USA. Eine taktische Atomwaffe sei möglicherweise die einzige militärische Option für die Zerstörung der Anlage. (Fox News)

BITTE HELFT UNS BEIM HELFEN – Vision für Israel und das Joseph-Lagerhaus unterstützen bedürftige Menschen und Institutionen weiterhin finanziell, medizinisch und anderweitig. Darum wenden wir uns eindringlich an unsere treuen Freunde und Geber, uns bei diesem Dienst der Barmherzigkeit zu helfen. Für weitere Infos geht bitte zu http://www.visionfuerisrael.de/spenden. Danke sehr.

NORWEGEN ENTSCHULDIGTE – sich am letzten Freitag erstmals dafür, dass das Land bei der Deportation und beim Tod von Juden im 2. Weltkrieg Komplize war. „Norweger haben Menschen festgenommen, Norweger fuhren LKWs und es passierte in Norwegen. Ich habe heute den Eindruck, dass es richtig wäre, uns zu entschuldigen, dass dies auf norwegischem Boden passieren konnte“, so Premier Jens Stoltenberg beim Internationalen Holocaust-Gedenktag. 1942 hatte der norwegische Premierminister Vidkun Quisling, ein Faschist, den Zensus der 2.100 Juden angeordnet, von denen ein Drittel in KZs kam und andere nach Schweden flohen. (Jerusalem Post)

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete 

Barry, Batya und das VfI-Team

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